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1864/65
Die Familie von Werthern errichtet das Schloss
im neugotischen Stil. Sein westlicher Flügel geht auf ein abgebrochenes oder umgebautes älteres Verwaltungsgebäude zurück.
ab 1871
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Gründung des Deutschen Reiches entstehen bis zum Beginn des 1. Weltkrieges in Bachra:
- ein Brauhaus (gegenüber dem Grundstück Hartung)
- eine Teigwarenfabrik (Grundstück H. Sklarz)
- eine Ziegelei (Grundstück Brock)
- eine Dampfmolkerei (Grundstück Kehrwisch)
1912
12. März: Die Bauaufträge für die Eisenbahnstrecke Kölleda – Bachra – Lossa – Laucha/Unstrut („Finnebahn“) werden vergeben.
Zum Weihnachtsfest brennt in den Häusern zum ersten Mal das elektrische Licht.
1913
Der Gemeinderat lehnt wegen des entschiedenen Widerstands des Rendanten (Rechnungsführer in größeren Kirchgemeinden) das Angebot des Freiherrn von Werthern ab, sich angesichts
der unzureichenden Wasserqualität der Brunnen-Eigenversorgungen am Bau einer zentralen Trinkwasserversorgung zu beteiligen.
1914
1. Mai: Eröffnung der Teilstrecke Kölleda – Lossa der Finnebahn.
August: Beginn des 1. Weltkriegs (20 Bachraer Kriegstote).
1. Oktober: Eröffnung der Gesamtstrecke der Finnebahn (Bad Bibra, Lossa und Bachra als Zugleitbahnhöfe).
1921
Erbitterte Kämpfe zwischen revolutionären Leuna-Arbeitern des mitteldeutschen Aufstands und berittener Erfurter Schutzpolizei in Bachra. Dabei werden 8 Aufständische
erschossen, 6 auf dem Bachraer Friedhof und 2 in Wiehe beerdigt.
1923
Das Denkmal für die Bachraer Gefallenen des 1. Weltkriegs auf dem Kirchplatz wird eingeweiht.
1928
Die Trinkwasserversorgung wird gebaut und an das 1913 vom Freiherrn von Werthern angelegte Leitungsnetz angeschlossen.
1935
Die Feuerwehren von Bachra und Schafau werden gegründet.
1939 – 45
2. Weltkrieg: 34 Bachraer Kriegstote, ca. 50 Vertriebene kommen nach Bachra.
1945
Mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Bachra wird im Zuge eines als "Bodenreform" deklarierten
Gewaltaktes das gesamte Eigentum der Familie von Werthern entschädigungslos enteignet, die Familie gewaltsam vertrieben und bis zum politischen Umbruch 1989 mit einem Kreisverbot belegt. Das Inventar des Schlosses wird teils weggeschafft, teils geplündert und der Grund und Boden an Neubauern und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verteilt.
Nahe Lossa wird ein Militär- und Benzinlager der sowjetischen Streitkräfte eingerichtet. Die Finne zwischen Lossa, Burgwenden, Bachra und Garnbach wird militärisches Übungs-
und damit Sperrgebiet.
1946
Die achtklassige Grundschule wird geschaffen.
Im Schloss wird eine SED-Parteischule eingerichtet, nachdem es kurze Zeit als Quarantänestation gedient hat.
1947
Durch Beschluss des alliierten Kontrollrats wird der preußische Staat aufgelöst. Bachra gehört nun zu dem neu gebildeten Land Sachsen-Anhalt.
Stilllegung der „Finnebahn“ zwischen Kölleda und Lossa; im Frühjahr 1948 Abbau zugunsten der Reparationsleistungen für die Sowjetunion.4
1949
23. Mai: Gründung der Bundesrepublik Deutschland
7. Oktober: Gründung der Deutschen Demokratischen Republik
1951
Umzug der Grundschule ins Schloss
1952
Verwaltungs- und Gebietsreform in der DDR
Mit der faktischen Auflösung der Länder wird der 1950 in Kreis Kölleda umbenannte ehemalige Kreis Eckartsberga aufgelöst. Bachra wird in den neu gebildeten Kreis Sömmerda im
Bezirk Erfurt eingegliedert. Damit ist die jahrhundertelange Trennung des Ortes von seinem Thüringer Hinterland beendet.5
1964
Aufbau der zehnklassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule (POS)
1967
Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) “Frohes Schaffen” Bachra gibt nach dem Vorbild anderer LPG bis 1970 “LPG-Geld” oder “Genossenschaftsgeld” in
Form von Scheinen und Münzen zur ”Rentabilitätssteigerung durch innerbetriebliches Verrechnungsgeld” heraus.6
1969
Die Gemeinde Bachra baut in Eigenleistung eine alte Scheune vom Werthern´schen Gut zur Turnhalle
aus.
1970
Die SED-Kreisleitung Sömmerda veranlasst am westlichen Ortseingang den Bau einer Gedenkstätte für die in Bachra Gefallenen des mitteldeutschen Aufstandes von 1921. Zur Gewinnung der Bossensteine wird ein Teil der
Schlossmauer abgebrochen.
1971
Das Meliorationskombinat Erfurt gibt nach dreijähriger Bauzeit den Speicher Bachra zum Probestau frei.
1985
Das Wasserleitungssystem wird erneuert.
1990
Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland – 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit
Neubildung des Landes Thüringen (14. Oktober)
Gründung des Vereins für Fanfarenmusik e.V. Bachra
Der Bachraer Kunsterzieher Peter Heß gestaltet auf der Grundlage historischer Forschungen von Dr. Frank Boblenz / Sömmerda das
Sömmerdaer Kreiswappen7 und unter Einbeziehung von Forschungen Peter Bühners (Bürgermeister in Mühlhausen) aus den achtziger Jahren und von Dr. Boblenz das
Thüringer Landeswappen.8
1991
Mit Beschluss des Kreistages Sömmerda wird zum Ablauf des Schuljahres 1990/91 die Polytechnische Oberschule Bachra als eine der ersten im Landkreis Sömmerda aufgelöst. Die
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-10 werden künftig an der Regelschule Rastenberg unterrichtet. Die Grundschule wird als Teil der Grundschule Rastenberg im Schloss weitergeführt.
Mit dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland wird auch das Militärlager auf der Finne nach 46 Jahren aufgelöst. Es beginnt die Beräumung von militärischen
Altlasten.
1992
Mit dem 18. Januar kann jeder Einwohner Bachras vom eigenen Hausanschluss telefonieren.
Der ehemalige Bahndamm wird zwecks Nutzung als Wanderweg zwischen Ostramondra und Rastenberg von Gestrüpp und Unkraut befreit.
1993
Der Gemeinderat beschließt im Zuge der kommunalen Neugliederung die Eingliederung von Bachra und Schafau als Ortsteile in die Stadt Rastenberg zum 01. 01. 1994. Andere
Überlegungen wie der Beitritt zur Verwaltungsgemeinschaft Kölleda oder die Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft der Finnedörfer werden vom Gemeinderat verworfen. Die Stadt Rastenberg erreicht dadurch die
vorgegebene Mindestzahl von 3000 Einwohnern zur Erhaltung einer eigenen Stadtverwaltung.
1996
Die Vollversammlung der Fischereigenossenschaft Bachra vergibt den Zuschlag für die Fischereirechte an den Sportfischerverein Kölleda.
1997
Bachra wird über die Schafauer Trinkwasserversorgung an den Tiefbrunnen Rothenberga angeschlossen, die Wasserversorgung von 1913/1928 wegen erheblicher Verschlechterung der
Wasserqualität eingestellt.
Der mit einem Kostenaufwand von 900.000 DM zum Rad- und Wanderweg ausgebaute ehemalige Bahndamm zwischen Ostramondra und Rastenberg wird durch den Landrat R. Dohndorf eingeweiht.
Die Gebrüder Weber GbR (Thomas, Bernhard und Andreas) nimmt an der Straße nach Olbersleben zwei Windkraftanlagen
in Betrieb, drei Jahre später eine dritte Anlage.
1999
Wahl des ersten Ortsbürgermeisters und des ersten Ortschaftsrates.
Der Ortschaftsrat beschließt, die Gedenkstätte für die Märzgefallenen des Mitteldeutschen Aufstands von 1921 nicht zu reaktivieren und die in der Wendezeit abgebaute
Gedenktafel in eine noch einzurichtende Heimatstube zu integrieren.
Der Grundschulteil Bachra wird mit dem Ende des Schuljahres 1998/99 aufgelöst. Im Dezember kann das Schloss an einen privaten Nutzer verkauft und damit der drohende Verfall
abgewendet werden.
2000
Der Fanfarenzug und viele Bachraer Bürger erreichen mit einer spektakulären Protestaktion vor dem Rastenberger Rathaus die Herrichtung eines neuen Übungs- bzw. Festplatzes
innerhalb weniger Wochen.
Der Ortschaftsrat organisiert in Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat Schafau das erste gemeinsame mehrtägige Sommerfest, das eine große Resonanz findet.
Gründung des Heimat- und Kulturvereins Bachra-Schafau e.V.
2001
Im Zuge des postalischen Nachvollzugs der kommunalen Neugliederung in Thüringen beschließt der Ortschaftsrat auf Antrag der Stadtverwaltung die Umbenennung der Lossaer Straße
in „Zur Rosenmühle“ zur Vermeidung einer Doppelung mit der Lossaer Straße in Rastenberg. Fortan erhalten alle Ortsteile die postalische Anschrift des Kernortes: 99636 Rastenberg.
Der PDS-Kreisvorstand übernimmt mit Zustimmung des Ortschaftsrates die Pflege der unter Denkmalschutz stehenden Grabstätte
für die Märzgefallenen von 1921.
Der Heimat- und Kulturverein Bachra-Schafau e.V. renoviert in Eigenleistung die beiden seit 1991 leerstehenden Räume des ehemaligen Physik-/Chemiekabinets und richtet sie als
Vereinsräume mit Heimatstube ein.
Die letzte öffentliche Einrichtung, der Kindergarten,
wird wegen drastischen Absinkens der Kinderzahlen zum 31. Dezember geschlossen.
2002
21. März: Der Stadtrat beschließt die „Übertragung der zum 31. 12. 2001 wegen Minderbedarfs geschlossenen Kindertagesstätte der Stadt Rastenberg im Ortsteil Bachra an den
Verein „Kinderland Bachra e. V.“als freiem Träger zum 1. April 2002.“
Juni: Nach den umfangreichsten Sanierungsarbeiten seit 1969 wurde die Bürgerhalle der Öffentlichkeit übergeben.
Peter Heß, Ortsbürgermeister Bachra (2002)
Fortsetzung 2002
2002
Anlässlich des 325-jährigen Chorgesangs in Bachra (1677 – Gründung des Bachraer Adjuvantenchores) findet in der Bürgerhalle ein Chortreffen statt.
Der Fanfarenzug Bachra gewinnt bei den 7.
Landesmeisterschaften der Turnerspielleute in Apolda den 5. Titel eines Thüringenmeisters.
Bachraer Jugendliche renovieren und sanieren mittels finanzieller Unterstützung durch die Stadt Rastenberg ihre Clubräume. Ehrenamtliche Jugendbetreuerin ist seit Juni
Anka Krumpe. Der Einladung zum Tag der offenen Tür am 7. Oktober folgen zahlreiche Einwohner und Vertreter verschiedener Institutionen.
2003
Auf Initiative des neuen Schlossbesitzers (Schloss „Hubertus“) und Jagdpächters Heinrich Hörnes
wird im November in der hiesigen St. Dionysius Kirche die 1. Hubertusmesse mit Pfarrer Spengler durchgeführt. Zur Ausgestaltung des Gottesdienstes tragen die Bläsergruppe der Kreisjägerschaft, die Burgbläser Burgwenden und der Gemischte Chor Bachra bei. Zum anschließenden Glühweintrinken am Lagerfeuer auf dem Schlosshof waren alle Gäste herzlich willkommen.
Die Anfertigung von Kostümen für die jungen Damen und Herren der neu gegründeten Bachraer Jugendtanzgruppe
übernimmt die ehrenamtliche Jugendbetreuerin Anka Krumpe.
Bei den in Rastenberg ausgetragenen 8. Thüringer Landesmeisterschaften gewinnt der Fanfarenzug Bachra vor zahlreichen einheimischen Fans seinen 6. Titel eines Landesmeisters.
2004
Vor dem Grundstück Bastian wird auf Anregung des Heimatvereins und Initiative des Ortschaftsrates ein Begrüßungsschild
für Gäste, Besucher und Durchreisende aufgestellt.
Der Gemischte Chor Bachra feiert im April sein 10-jähriges Bestehen. Der Landrat Rüdiger Dohndorf überreicht dem Chor nach seinem Auftritt anlässlich des Maifeuers für die weitere Vereinsarbeit einen Betrag von 500,00 €.
Mit finanziellen Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds wird mit arbeitslosen Bachraer Jugendlichen eine Selbsthilfegruppe namens „Future“
gegründet. Leiterin dieses ehrenamtlichen Projektes ist Anka Krumpe.
In Vorbereitung der 850-Jahrfeier 2007 veröffentlicht der Heimat- und Kulturverein Bachra-Schafau e. V. im November die von Peter Heß verfasste Broschüre „Bachra und Schafau – Eine Wanderung durch die Geschichte beider Dörfer“.
Am 28. November werden alle Bürger zum 1. Weihnachtsmarkt der Vereine auf das Gelände von Kinderland Bachra e. V. eingeladen. Der Markt wurde mit einem Konzert des Rastenberger Chores in der St. Dionysius Kirche eröffnet.
2005
Als neuer Ortsbürgermeister von Bachra wird Uwe Schäfer gewählt.
Die Freiwilligen Feuerwehren von Bachra und Schafau begehen ihr 70. Vereinsjubiläum.
Auf Beschluss des Ortschaftsrates wird im Juni das Mehrzweckgebäude (der sog. „A-Bau“) durch die Firma Brandt aus Guthmannshausen abgerissen. Die Bauschuttabfuhr übernimmt die Firma ConTrans aus Buttstädt. Alle nachfolgenden
Tiefbau- sowie Transportarbeiten führt die Firma BHT Bachra durch.
In Ichtershausen gewinnt der Bachraer Fanfarenzug bei den 10. Thüringenmeisterschaften seinen 7. Landesmeistertitel.
Nach Abriss des ehemaligen LPG-Wiegehauses durch die Firma BHT Bachra eröffnet unmittelbar daneben Hartmut Becke im Juni sein Dienstleistungsunternehmen „Holzmichel’s lustige Grillhütte“.
Im Juli stirbt Rudolf Doletschek, der sich in seiner 26-jährigen Tätigkeit als Bürgermeister von Bachra und Schafau (1952 – 1978) ein hohes Ansehen und große Verdienste bei der ständigen Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen in den beiden Gemeinden erworben hat.
Die Praxis für Physiotherapie von Toni Helmboldt, die über Räumlichkeiten im Schloss „Hubertus“ verfügt, begeht im September erfolgreich ihr 5-jähriges Bestehen.
Die 2004 gegründete Selbsthilfegruppe „Future“ lädt gemeinsam mit den Vereinen des Ortes alle Bürger zum 1. Bachraer Grillplatzfest
unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Rastenberg, Herrn Andreas Vogel, ein. Gleichzeitig werden bereits fertig gestellte Projekte besichtigt und ein Computerraum eingeweiht.
2006
Auf Veranlassung der Ortsbürgermeisters Uwe Schäfer und des Ortschaftsrates werden in Bachra 38 neue Schilder für die Straßen- und Platzbezeichnung sowie 2
Wegweiser angebracht. Die bisherige Einbahnstraße heißt jetzt Kirchstraße und der neu entstehende Platz zwischen Schloss, Kirche, alter Schule, Feuerwehrdepot und Bürgerhalle heißt künftig Von-Werthern-Platz.
Die Agentur für Arbeit stellt für die Errichtung des Von-Werthern-Platzes 5 fachkundige ABM-Kräfte
für Maurer- und Steinsetzerarbeiten für ein halbes Jahr zur Verfügung, die täglich vom Bauingenieur Thomas Weber in ihre Arbeit eingewiesen werden.
Landrat Rüdiger Dohndorf übergibt im Juni in einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Grillplatz
dem Ortsbürgermeister Sponsorengelder für die Fertigstellung des Von-Werthern-Platzes und übernimmt gleichzeitig die Schirmherrschaft für die 850-Jahrfeier 2007.
Uwe Schäfer, seit 2005 Ortsbürgermeister von Bachra, wird in einer Stichwahl mit 59,8% der Stimmen als neues ehrenamtliches
Stadtoberhaupt von Rastenberg gewählt.
Dem Fanfarenzug gelingt bei der 11. Thüringer Landesmeisterschaft in Rüdersdorf
der 8. Titelgewinn.
Die Thüringer Allgemeine dokumentiert in der Denkmalliste des Landkreises Sömmerda für den Ort Bachra folgende Kleinode: Kirche mit Ausstattung; Friedhof mit
historischen Grabsteinen; Kriegerdenkmale; Schulstraße; Turmwindmühle; Hofanlage in der Bergstraße 100; Hofanlage in der Bergstraße 103; ehemaliges Schloss mit Park und Umfriedung.
Das Unternehmen BHT GmbH Bachra begeht am 15. August sein 15-jähriges Firmenjubiläum.
Am 7. November erfolgt in Anwesenheit des Ortsrates, vieler Sponsoren, der ABM-Kräfte, der Leiterin der Arbeitsagentur Sömmerda, zahlreicher Ehrengäste und Vertreter aus
Politik und Wirtschaft, den Anwohnern, der Bachraer Bevölkerung sowie der Firma BHT Bachra die Verkehrsfreigabe des Von-Werthern-Platzes
durch den Landrat Rüdiger Dohndorf.
Die Vereine der Stadt Rastenberg und der anderen Ortsteile sichern dem Bachraer Festkomitee zur Vorbereitung und Durchführung der 850-Jahrfeier ihre Bereitschaft zur
Unterstützung der Jubiläumsfeier zu.
2007
Mit Glockengeläut wird in der Silvesternacht das Jubiläumsjahr anlässlich der Ersterwähnung von Bachra vor 850 Jahren eingeleitet.
Die Stadt Rastenberg tritt mit seinen Ortsteilen Bachra, Schafau, Rothenberga und Roldisleben mit Wirkung vom 1. Januar der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda bei. Der Umzug
der Mitarbeiter des Rastenberger Rathauses nach Kölleda wird bis zum 1. April 2007 abgeschlossen. In Rastenberg verbleibt künftig nur noch ein Bürgerbüro mit einer Mitarbeiterin.
Die Drückerjagd und eine 99-Cent-Party zur Faschingszeit gehören zu den ersten Veranstaltungen im Jubiläumsjahr.
Ein am Waldrand Richtung Rosenmühle von Jägern aufgestellter Gedenkstein
für den verstorbenen Schlossbesitzer und Jagdpächter Heinrich Hörnes löste eine heftige öffentliche Diskussion aus. In einem offenen Brief an den Stadtrat Rastenberg verwehrten sich die Mitglieder des Bachraer Ortschaftsrates gegen die interne Einmischung in reine Bachraer Privatinitiativen. Der Gedenkstein wurde danach auf das Privatgrundstück der Familie Kurt Ohmeyer umgesetzt.
In der Nacht vom 19. zum 20. Januar fegt der Sturm „Kyrill“ auch über den Landkreis Sömmerda hinweg und hinterlässt Schäden in sechsstelligen Zahlen. Über 100
Feuerwehreinsätze gibt es in dieser Nacht im Kreis. In Bachra führen 5 abgeknickte Strommasten links der B 176 Richtung Ostramondra zu vorübergehenden Stromausfall.
Im April 2007 feiert Kinderland Bachra e. V. in Anwesenheit von Gästen, Eltern und natürlich vielen Kindern sein 5-jähriges Bestehen.
Unter der Regie und finanzieller Zuwendungen des Heimat- und Kulturvereins Bachra-Schafau e. V. erfolgten in den vergangenen Jahren in der Bürgerhalle umfangreiche
Werterhaltungsarbeiten (Parkettsanierung, Malerarbeiten, eine neue Bühne mit Vorhängen, ein Schutzteppich für Veranstaltungen ...).
Um zu verhindern, dass die Stadt Rastenberg die Bachraer Bürgerhalle zur entgeltlichen Nutzung für Veranstaltungen jeglicher Art freigibt, pachtet der Verein für
Fanfarenmusik Bachra e. V. als intensivster Nutzer die Halle für 2 Jahre.
Der Verein für Fanfarenmusik Bachra e. V. verteidigt
bei den Thüringer Landesmeisterschaften im Juli in Schmölln erfolgreich seine Spitzenposition bei den Fanfarenzügen und wird zum 9. Mal Landesmeister.
Gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Feierlichkeiten zum 850-jährigen Jubiläum wird der im April begonnene Brückenneubau
an der B 176 (zwischen den Grundstücken Vogel/Rahaus, Weber/Linsenbarth, Ettel/Krumpe, Mittelstädt/Wensky) fertiggestellt.
Die Festwoche wird für den Zeitraum vom 1. bis 9. September festgelegt. Bis dahin finden noch ein Panflötenkonzert
in der St. Dionysiuskirche, ein musikalischer Nachmittag unter dem Motto „Auf
denSpuren des Adjuvantenchores“, ein Bildervortrag zur Geschichte Bachras im Kulturraum, ein Chortreffen
anlässlich „330 Jahre Chorgesang“ in der Bürgerhalle , der Wirkungsbereichsausscheid-Ost der FFw
, ein Konzert für Orgel und Altflöte in der Kirche und das Abschlussfest („Märchenfest“) von Kinderland e. V. statt.
Für die Festwoche anlässlich 850 Jahre Ba
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01. 09. 2007
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Feuerwehrvorführungen mit Technikschau
Festgottesdienst mit Bischof Axel Noack aus Magdeburg
FFw Bachra lädt zum Tanz
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02. 09. 2007
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Festveranstaltung in der Bürgerhalle
Enthüllung des„Von-Werthern-Gedenksteins“ durch Wolf Freiherr v. Werthern und den Landrat Rüdiger Dohndorf
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03. 09. 2007
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Vorstellung der Broschüre “Geraubte Heimat“ durch Peter Heß (aus der Geschichte eines thüringischen Adelsgeschlechts)
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05. 09. 2007
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Visuelle Zeitreise durch die Geschichte Bachras mit Hartmut und Heidrun Lange in der Bürgerhalle (Video „Bachra damals & heute“; Bilder- und Dokumentenausstellung; Vorstellung und Verkauf der Festschrift zum Ortsjubiläum, des Bachraer Back- und Kochbuches, eines Geburtstagskalenders, der Aquarelle Bachraer Sehenswürdigkeiten von Elfi Arndt sowie von Souveniren zum Jubiläum)
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07. 09. 2007
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Kinderkirchenführung mit Pfarrer M. Spengler
Kino in der St. Dionysius Kirche
Jugendtanz im Festzelt mit „Hurricane“, feat. Peter Schilling
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08. 09. 2007
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Mittelalterliches Markttreiben
Historischer Festumzug unter dem Motto „850 Jahre Bachra“
Volkstümliche Heimatmelodien im Festzelt mit Gerda Gabriel
Tanz- und Lasershow im Festzelt mit „Atlantis“
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09. 09 2007
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Musikal. Frühschoppen im Festzelt mit den „Helderbachtal – Musikanten“
Theater in der Kirche St. Dionysius
Veranstaltung im Festzelt mit der Musikgruppe „De Randfichten“
Abschlussparty mit „Tommy’s Oldie-Disco“
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chra sind folgende Veranstaltungen vorgesehen
Bis zum Jahresende finden im Jubiläumsjahr noch folgende Veranstaltungen statt: Kirmes, Martinstag,
Bachraer Weihnachtsmarkt, Adventssingen des Chores, Skatturnier des Fanfarenzuges und Ausläuten des Jubiläumsjahres
2008
Für die inzwischen auf der südlichen Anhöhe von Bachra installierten 9 Windturbinen werden als
Ausgleichsmaßnahme 1000 Bäume (Feldahorn, Linde, wilde Kirsche) und 3000 Sträucher von der Enerplan Projektentwicklung GmbH (in der Gemarkung Rastenberg, Rothenberga und Schafau ) gepflanzt.
Zum neuen Vorsitzenden der Heimat- und Kulturvereins Bachra-Schafau e. V. wird Hartmut Lange gewählt.
Ihren 10. Landesmeistertitel bei den Fanfarenzügen seit 1996 holen sich die Bachraer bei den 13.
Titelkämpfen in Mühlhausen.
Unter dem Motto „50 Jahre Musik in Bachra“ feiert man bei herrlichem Wetter mit vielen hundert Gästen
am ersten Juniwochenende ein beispielhaftes musikalisches Ereignis. Veranstalter dieses gelungenen Musikfestivals ist der Verein für Fanfarenmusik Bachra e. V. Die musikalischen Höhepunkte dieses
Festwochenendes sind der Umzug mit 8 Fanfarenzügen aus Bachra (2), Kölleda, Gebesee, Heldrungen (2),
Großjena und Bad Frankenhausen sowie ehemaligen Gründungsmitgliedern, Kindergruppen, Burschenvereinen und Mitglieder des Fanclubs und das anschließende Konzert der Musikgruppen auf dem Von-Werthern-Platz vor einer fachkundigen und begeisterten Zuschauermenge.
Die größte Musikgruppe mit ca. 50 Fanfarenmusikern ist „Erich’s alte Truppe“ – ehemalige aktive
Mitglieder des FZ Bachra. Das gemeinsame Spiel der beiden Bachraer FZ beendet mit mehreren Da-capos diesen schönen und kurzweiligen Nachmittag, bei dem sich auch die Kleinen auf dem Karussell, in der
Hüpfburg und am Schminktisch angenehm vergnügen.
Eine historische Ausstellung im Vereinshaus des FZ, eine Disco-Veranstaltung, eine unterhaltsame
Tanzveranstaltung (Konzert des Nachwuchses, historische Filmvorträge, ein Quiz und der Auftritt der Bachraer Jugendtanzgruppe), ein Weckumzug am Sonntagmorgen mit anschließendem Frühschoppen und als
Ausklang ein Public Viewing des Europameisterschaftsspiels Deutschland – Polen vervollständigen dieses
erlebnisreiche und gelungene Musikwochenende.
Nach 9 Jahren Dienst verlässt der Pfarrer Ulrich Matthias Spengler mit seiner Familie Ostramondra und
besetzt eine frei gewordene Pfarrstelle in Bad Berka. Zu seinem Wirkungsbereich gehörten außer Ostramondra noch Großmonra, Burgwenden, Backleben, Schafau und Bachra.
Die 17. Kreiskulturwochen werden am 31. August in der vollbesetzten Bachraer Bürgerhalle in
Anwesenheit vieler Gäste und Einwohner vom Landrat Rüdiger Dohndorf eröffnet. Initiator dieser Veranstaltung ist in Abstimmung mit der Abt. Kultur des Landratsamtes der Gemischte Chor Bachra. Die
japanische Konzertpianistin Chie Ishii als Madame Klassik und der Berliner Hanno Loyda als Monsieur Humor gestalten mit dem Programm „Heinz Ehrhardt mal klassisch“ diesen wunderschönen Sonntagnachmittag.
Im September lädt der Heimat- und Kulturverein zu einem Informationsspazierung zum Bachraer Steinkreuz
ein. Ca. 30 Wander- und Kulturfreunde aus Bachra und Ostramondra erhalten unterwegs vielseitige
Informationen aus der Geschichte Bachras durch Heidrun und Hartmut Lange. Am Steinkreuz erwartet Peter Heß die Wandergruppe mit vielen Details aus dessen jahrhunderte alter Geschichte. Mit Getränken und
Gebräteltem werden die Teilnehmer danach auf dem Grillplatz der Vereine zurückerwartet, wo dann dieser schöne frühherbstliche Nachmittag bei Musik und angenehmer Unterhaltung ausklingt.
2009
Mitglieder aller Bachraer Vereine erklären, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln alles für die
weitere Erhaltung der Bachraer Bürgerhalle zu tun. Künftig sollen alle Einnahmen aus öffentlichen Veranstaltungen auf das Bürgerhallenkonto fließen. Bei einem bisher einmaligen Arbeitseinsatz zu Beginn
des Jahres werden erste Grundsteine für die Erhaltung des Gebäudekomplexes realisiert (Installation von Wärmeschutz- und Dekorationsvorhängen, Anbringen einer verzinkten Dachrinne an der Westseite, diverse
Elektroinstallationen, Auswechseln der Drückergarnituren an allen Türen ...) Das größte Problem ist und bleibt die notwendige Dachsanierung, die aus Eigeninitiative jedoch nicht realisiert werden kann.
Die Bauernfamilie Silberhorn aus Olbersleben errichtet in ihrem Waldgrundstück an der Straße Richtung Lossa (am Sandweg) einen Kreuzweg mit 14 Stationen. Am 1. März findet im Beisein von Christen und Interessierten (ca. 200 Personen) die öffentliche Segnung durch den Weimarer Pfarrer Carsten Kämpf statt.
Wanderer, Pilger, Einzelpersonen und Schulgruppen machen bereits zu Ostern regen Gebrauch vom Besuch dieses Besinnungsweges.
© Hartmut und Heidrun Lange, Heimat- und Kulturverein Bachra-Schafau e. V. (2009)
Anmerkungen:
(1) Naumann, Louis: Geschichte des Kreises Eckartsberga, 1927
(2) Boblenz, Frank (bearbeitet): Sagen der Unstrut-Finne-Region, in: Sömmerdaer Heimatheft – Sonderheft
1 (1999), S. 18
(3) Bechler, Lothar: Ein Einwohnerverzeichnis von Bachra aus dem Jahre 1861, in: Sömmerdaer Heimatheft 11 (1999), S. 49-55
(4) Lauerwald, Paul: Die „Finnebahn“ Laucha/Unstrut – Kölleda, in: Sömmerdaer Heimatheft 9 (1997), S. 55-62
(5) zu den territorialgeschichtlichen Daten von 1399-1952 siehe: Boblenz, Frank: Überblick über die
Territorialgeschichte des Landkreises Sömmerda vom Ende des 14. Jahrhunderts bis 1994 in:
Sömmerdaer Heimatheft 5(1994), S. 9-50
(6) Reiche, Erich: Zum LPG-Geld der Gemeinden des Lankreises Sömmerda, in: Sömmerdaer Heimatheft 8 (1996), S. 19-22
(7) Boblenz, Frank / Heß, Peter: Das Wappen des Landkreises Sömmerda, in: Sömmerdaer Heimatheft 5 (1994), S. 6-8
(8) Heß, Peter: Das Thüringer Landeswappen, in: Blätter zur Landeskunde der Landeszentrale für politische Bildung, 7. Auflage 2000
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