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Bev├Âlkerung:

Bachra

Schafau

1867

604

unbekannt

1988

704

1994

589

84

2001

613

85

2007

570

72

Infrastruktur:

Verkehrstechnisch haben Bachra und Schafau an der B 176 als Autobahnzubringer f├╝r die A 9 und die im Bau befindliche A 71 eine g├╝nstige Lage.

Die beiden Orte liegen am Finnewanderweg, welcher sich von Sachsenburg ├╝ber Beichlingen, Bachra, Rastenberg, Herrengosserstedt, Eckartsberga bis nach Bad Sulza erstreckt. Sehensw├╝rdigkeiten an diesem Wanderweg sind unter anderem Schlo├č Beichlingen, die Monraburg, das Flachquellmoor / Fl├Ąchennaturdenkmal, der Grill- und Rastplatz Kammerforst, der Erholungsort Rastenberg, die Sommerrodelbahn in Eckartsberga sowie die Toscanatherme in Bad Sulza.

Der M├╝hlenwanderweg, an welchem Bachra liegt, erstreckt sich von Gro├črudestedt ├╝ber Werningshausen, Wundersleben, Schallenburg, S├Âmmerda, Wei├čensee, Schillingstedt, Altenbeichlingen, Battgendorf, Gro├čmonra, K├Âlleda , Backleben, Ostramondra, Bachra, Rastenberg, Hardisleben, Mannstedt bis nach Buttst├Ądt. Dieser Wanderweg hat eine Gesamtl├Ąnge von etwa 80 km.

Sehenswerte M├╝hlen sind u. a.: Turmholl├Ąnderwindm├╝hle in Wei├čensee (Denkmal), Dreysem├╝hle in S├Âmmerda (Industriem├╝hle, noch in Betrieb), Bockwindm├╝hle  in Schillingstedt (Denkmal), Windm├╝hle in Altenbeichlingen (Denkmal), Turmwindm├╝hle in Bachra (Denkmal)

Der Radwanderweg erstreckt sich von Bad Tennstedt bis Rastenberg  ├╝ber eine Stecke von etwa 46 km.

Interessantes und Sehenswertes:

 * Siegerlinde: wurde anl├Ąsslich des Sieges ├╝ber Napoleon 1815 in der Schlacht von Waterloo        gepflanzt

 * Das bis 1945 der Familie von Werthern geh├Ârende Schloss besteht in der jetzigen Bauform        seit 1864/65. Seiner Architektur nach muss der Bau in 3 Etappen erfolgt sein. Der im                 neugotischen Stil erbaute Turm verleiht der schlichten Schlossarchitektur ein auffallendes          Gepr├Ąge. Nach dem II. Weltkrieg diente es zun├Ąchst als Quarant├Ąnestation, danach war es         Parteischule und von 1951 bis zur Schlie├čung 1999 war es die Schule f├╝r die Orte Bachra,        Schafau und Ostramondra.                                                                                                    Seit 2000 befindet sich das Schloss mit dem dazugeh├Ârenden Park wieder im Privatbesitz.

 * Zum Andenken an die 24 im I. Weltkrieg gefallenen Bachraer M├Ąnner wurden gleich zwei         Denkm├Ąler errichtet.                                                                                                             Das erste befindet sich im Kirchhof. Neben den 24 Namen der Gefallenen zeigt dieser               Obelisk verschiedene eingemei├čelte Abbildungen.                                                                    Der zweite Gedenkstein, bestehend aus Findlingen mit einer Gedenktafel, befindet sich im         Heldenhain unterhalb der ehemaligenWindm├╝hle. Die Bachraer Einwohner pflanzten zur           Ehrung und zum Verm├Ąchtnis der im Krieg Gefallenen und in der Fremde bestatteten                 Kameraden Ged├Ąchtnislinden.

 * 1912 wurde mit den Erdarbeiten der Finnebahn begonnen und am 1. Mai 1914 wurde die          Teilstrecke K├Âlleda – Lossa er├Âffnet.                                                                                      Gr├╝n geschm├╝ckt fuhr auf dem Bachraer Bahnhof der 1. Zug ein, welcher von vielen                G├Ąsten – u. a. auf dem Balkon des Bahnhofsgeb├Ąude stehend – begr├╝├čt wurde.                        Am 1. Oktober 1914 wurde ohne Feier die Gesamtstrecke eingeweiht, da bereits der I.              Weltkrieg ausgebrochen war.                                                                                                 Da Bachra kalkfreies Wasser hatte, tankten alle Loks vorrangig auf unserem Bahnhof.              Die Finnebahn diente der Personen-, aber auch der Kohle-, Zuckerr├╝ben- und                          Kartoffelbef├Ârderung.                                                                                                           Die sehenswerten Br├╝cken und Viadukte an der gesamten Bahnstrecke wurden von                   italienischen Fachleuten aus einheimischen Natursteinen errichtet.                                            Nach Ende des II. Weltkrieges wurde die Strecke von K├Âlleda bis Lossa stillgelegt, die               Gleise sowie gesamte Streckentechnik demontiert und als Reparationsleistungen in die               Sowjetunion geliefert.                                                                                                           Das Bahnhofsgeb├Ąude wurde im Erdgeschoss anfangs als Jugendeinrichtung der FDJ                 genutzt und in den 50-ziger Jahren zu einer Wohnung ausgebaut. Die Deutsche                         Reichsbahn ├╝bereignete Geb├Ąude und Gel├Ąnde in den 70-ziger Jahren an die Kommunen.          Nach der Wende ging der Bachraer Bahnhof in Privatbesitz ├╝ber.

 * Turmwindm├╝hle: Seit 1828 wacht der ÔÇ×Turm“ an der Stra├če nach Olbersleben. Die                   Bauern der umliegenden D├Ârfer brachten ihr Getreide zum Mahlen nach Bachra. Wegen            der defekten Fl├╝gel wurde in den 30-iger Jahren von Wind- auf Elektroenergie umgestellt.          In den 50-iger Jahren wurden die Fl├╝gel leider g├Ąnzlich demontiert.

 * R├╝ckhaltebecken (Stausee): Bauzeit von 1969 - 1971, Probestau bis 1974. Auf einer                 Staufl├Ąche von 24 ha werden bis zu 750.000 m3 Wasser gestaut. Damit wurden bis 1990           ca. 450 ha Felder beregnet. Heute dient der Speicher nur noch dem Hochwasserschutz               f├╝r Bachra und Ostramondra, wird bei extremer Trockenheit zur Auf├╝llung der flie├čenden         Welle genutzt und ist ein beliebtes Gew├Ąsser f├╝r Sportangler.

 * Der Weinberg, am S├╝dhang der Finne gelegen, wurde bis ins 17. Jahrhundert zum                      Weinanbau genutzt

 * Zwei ehemalige Kalksteinbr├╝che befinden sich an der Harth und an der Rosenm├╝hle.

 * Das Grundst├╝ck der Familie Sonnenfeld wird von drei Stra├čen tangiert - Vierseitenhaus.

 * Windkraftanlagen: Im April 1997 an der Olberslebener Stra├če errichtet, waren diese 2                 Anlagen die ersten dieser Art im Kreis S├Âmmerda.                                                                  Ihre H├Âhe betr├Ągt 65 m. Bei optimalem Wind werden ca. 1,8 Millionen Kilowatt pro Jahr          in das Netz der TEAG eingespeist, das entspricht einem Stromverbrauch von 600                     Haushalten.                                                                                                                         Seit dem 19. Dezember 2000 dreht sich ein weiteres Windrad (ca. 3 Mill. KW-                         Stunden/Jahr - Strom f├╝r etwa 1000 Haushalte).

 * Wanderkarte: Bachraer Wanderfreunde und Besucher des Ortes k├Ânnen auf einer                     Wanderkarte die Finne- und Fernwanderwege Richtung Beichlingen und Rastenberg                  ersehen. Die Wanderwege sind bis zu ihren Endpunkten gekennzeichnet.                                   Am Waldrand angekommen, hat man einen sch├Ânen Blick auf den Wasserspeicher sowie          auf Bachra und seine Umgebung.                                                                                          Ebenfalls vorbei kommt man an der ehemaligen Tittelsburg (Wallburg) am                                Plattenw├Ąsserchen mit dem von Schilf bewachsenen Amphibienteich. Von hier aus                    beginnen die Erdkr├Âten zur Laichzeit im Fr├╝hjahr ihre Wanderung zum Wasserspeicher.            Auch markante Gesteinsschichten der Finnest├Ârung sind hier besonders gut zu sehen. Die          Aufw├Âlbungen von Muschelkalkb├Ąnken entstanden vor ca. 60 Mill. Jahren durch                      alpidische Gebirgsbildung.

 * Ausbau der Ortsdurchfahrt: Seit Juni 1993 war unsere Hauptstra├če (B 176) f├╝r ca. 1 Jahr           gesperrt. Ursache daf├╝r waren der grundhafte Ausbau, neue Abwasserkan├Ąle sowie Wasser-     und Telefonleitungen. Die Ortsdurchfahrt wurde in 3 Etappen erneuert. Es folgten noch die     Gestaltung der Neben- und Gr├╝nanlagen sowie die Stra├čenbeleuchtung.

 * Ehrung der im II. Weltkrieg Gefallenen: Erst 1988 fassten einige heimat- und                             traditionsbewusste Bachraer B├╝rger den Entschluss, durch 2 h├Âlzerne Tafeln in der Kirche        an die 34 gefallenen und vermissten Bachraer M├Ąnner zu erinnern und das Andenken an           sie wach zu halten.

 * Mahnmal der M├Ąrzgefallenen von 1921: ├ťberschwengliche Erinnerungsveranstaltungen              wurden dem mitteldeutschen Aufstand gewidmet. Vielen Bachraern und B├╝rgern aus der           Umgebung sind die j├Ąhrlichen Aufm├Ąrsche und Kundgebungen f├╝r die 8 von der                       Schutzpolizei erschossenen M├Ąrzk├Ąmpfer von 1921 noch in lebhafter Erinnerung. F├╝r sie          wurde am Ortseingang aus Richtung K├Âlleda ein Mahnmal errichtet, dessen Gedenktafel            nach der Wende von einigen Bachraer B├╝rgern leider entfernt wurde. Auf dem Friedhof            gibt es eine Grabst├Ątte (Denkmalschutz) f├╝r sechs erschossene Aufst├Ąndische.

 * Die Dampfmolkerei Bachra: Die Familie Thilo Kehrwisch war von 1928 bis zur                        Schlie├čung etwa zehn Jahre Inhaber und Betreiber der Molkerei. Mit Pferdegespannen               wurde die Milch aus Bachra und den Nachbarorten angeliefert, um daraus Butter, Sahne,          Quark, K├Ąse und Molke zu produzieren.                                                                                Viele Frauen des Ortes (Frau Schiffner, Frau Pfister, Frau Bischoff u.a.) fuhren mit der             Finnebahn bis Laucha und dann weiter nach Leipzig, um dort die Molkereierzeugnisse zu          verkaufen.

 * Wasserm├╝hlen: Au├čer der Turmwindm├╝hle gab es in Bachra noch 2 Wasserm├╝hlen. Seit           fast 100 Jahren sind sowohl die M├╝hle am Rosenbach (Geh├Âft Ohmeyer) als auch die an            der Schafau (Geh├Âft Wei├čbart) nicht mehr in Betrieb.

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